Hallo liebe Gemeinde, meine „neue“ Hecke ist leider vom Vermieter in einem schlechten Zustand übergeben worden. Die 1,5m hohen Hainbuchen haben zwar eine Krone, im mittleren bis unten Teil jedoch sehr wenig Blätter. Im Sommer sieht man unten durch.
    Ein klassischer Verjüngungsschnitt in Dreiecksform kann ich mir bei den paar Trieben nicht vorstellen. Wie bekomme ich die Hecke wieder fit?

    Von: ruppepuppe

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    12 Comments

    1. Secret-Kitchen-3346 on

      Hey, breit anschneiden/pinzieren ist grundsätzlich für die Verzweigung gut. Am besten jetzt noch unbelaubt, aber wirklich nur oberflächlich.

      Wenn irgendwo Kahlstellen sind, kann man durch Anschneiden/Unterbrechen des Saftflusses am Hauptstamm versuchen, schlafende Knospen zu wecken.

    2. weitwander on

      Bevor du falsche Erwartungen hast: Hainbuche behält über den Winter die Blätter oft nicht – bzw. nicht so extrem wie die Rotbuche.

    3. HvonRosthofen on

      Wenn überhaupt mal die obersten 30 cm, also diesen Kopf abschneiden. Dann sollte wieder mehr Energie in den Austrieb unten gehen.

    4. Wir haben uns auch eher für die Rotbuche entschieden, aber grundsätzlich, gerade die ersten Jahre die Hecke gut in Form halten und bei neuen Austrieben später vor dem Hochsommer die spitzen kappen….das verdichtet die Hecke dich zusätzliche Seitentriebe

    5. LexxDark2022 on

      Hainbuchen sind so…. je weiter man die unten abschneidet umso mehr wachsen die wieder neu aus. Also mal abschnittsweiese auf den Stock setzen dann das Jahr durchstehen, das nächste wird dann hübsch.

      Ich persönlich mag die Raschel-Hecken nicht wiel sie über Monate keinen Sichtschutz bieten und ständig Laub verlieren. Bauträger mögen die, passen in jede Baumsatzung sind billig und wachsen schnell.

    6. Loud-Engineering8389 on

      Ich mach im Juni und September immer einen Formschnitt (oberflächlich und nur ein wenig). Dadurch habe ich es eigentlich recht gut verdichtet bekommen. Wäre auch möglich eine Bambusmatte zu spannen, bis die Hecke dicht genug ist.

    7. Euphoric-Surprise185 on

      Mein Vater hatte dasselbe Problem und hat die Hecke einfach NICHT geschnitten, sondern die langen Seitentriebe nach innen gebogen/gesteckt 😀 jeder Gärtner wird hier sicher ausrasten, aber das Ding ist das ganze Jahr über blickdicht und super Vogelschutzgewächs. Formschnitte hat er dann doch irgendwann gemacht, damit die Hecke nicht in die Breite und Höhe geht.

    8. First-Composer-3954 on

      NICHT schneiden sondern über das Jahr lange Triebe nach innen einflechten jedoch nicht zu stark biegen (kein Teppichknüpfen veranstalten). Dann normal oberflächlich weiter schneiden. Gut ist auch eine normale aber scharfe Heckenschere zu nehmen anstatt einen Benzin- oder Elektrorasierer dann wächst das natürlicher und nicht wie mit dem Lineal gezogen.

    9. Traditional_Scar7954 on

      Eine Hainbuchen-Hecke, die 5 Monate im Jahr durchsichtig ist, dabei aber ständig Blätter verliert, die soll dann blickdicht werden? Es gäbe immergrüne Pflanzen, die fast keine Blätter verlieren und das ganze Jahr dicht sind. Raushacken, den Mist.

    10. Correct_Influence625 on

      1. Wasser:

      Man erkennt, dass die Hecke seit der Pflanzung zu trocken war. Dann kann die Planze weder genug Nährstoffe aufnehmen, noch Triebe herausschieben und steckt die Energie nur in das Höhenwachstum.

      Ergiebig wässern heißt, 20l/m. Also einmal die Woche richtig unter Wasser setzen, bis sich Pfützen bilden, die eine Weile stehen bleiben und dann nichts mehr. So durchfeuchtet der Oberboden bis in den Wurzelbereich. Alternativ einen Tropfschlauch (z.B. rainbird) verlegen und alle 4 Tage 1 Stunde laufen lassen. Bei ergibigen Niederschlägen natürlich entsprechend reduzieren. Es kommt nicht darauf an, wie die Oberfläche ist, sondern wichtig ist, dass es im Bereich 5-20cm unter der Erdoberfläche immer leicht feucht (nicht nass!) bleibt.

      2. Nährstoffe:

      Buchen kommen mit wenig Nährstoffen aus, sie passen ihren Austrieb an. Die von dir beobachteten abgestorbenen Jungtriebe sind genau diese Anpassung. Stehen einer Buche mehr Nährstoffe zur Verfügung, als sie zum Erhalt braucht, aktiviert sie weitere schlafende Augen und treibt auch am Stamm und Altholz aus. Deshlab würde ich düngen. Als Laie empfiehlt es sich hier auf einen rein organischen Dünger zurückzugreifen, da man hiermit nicht überdüngt, was der Pflanze schaden würde. Hornspäne sind ein guter Langzeit-Stickstoffliederant. Außerdem sollte das Laub immer unter Buchen liegen blieben. Buchen stehen gerne in ihrem eigenen Laub. Das sorgt zusätzlich für einen lockeren (“humosen”) Boden sowie ein leicht saures Bodenmilieu und schützt vor Austrocknung.

      Wichtig: Der Dünger kommt nur in die Pflanze, wenn er von den Bodenbakterien zersetzt wird. Diese brauchen dafür ebenfalls stetige Feuchtigkeit. Trocknet der Boden aus, stoppt dieser Prozess. Unterstützen kann man das Bodenleben zusätzlich mit einem Bodenaktivator.

      3. Weniger schneiden.

      Die Hecke steht leider viel zu dicht am Zaun. Eine Buchenhecke sollte mindestens 30 cm Austrieb auf beiden Seiten vom Stamm haben, damit sie blickdicht ist. Auf der Außenseite wird man dies kaum erreichen, aber auf der Innenseite kann man ihr Raum geben. Dann wird sie zumindest von innen schön dicht.

      4. Gezielter schneiden:

      Das ganze Jahr über immer mal wieder Starkäste herausnehmen, um das Wachstum mehrerer feinerer Äste zu fördern. Insbesondere im oberen Bereich.

      Formschnitt oben immer schmaler als unten ausführen, um eine Verschattung der unteren Triebe zu verhindern.

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