


Hallo!
Vor ca. 4 Wochen ist bei einem Apfelbaum wegen Schneelast ein dicker Ast abgebrochen.
Seitdem hat einer von 2 Hauptästen an der Stelle eine große und tiefe zerklüftete Wunde (25×12 cm Fläche), in der sich auch Wasser sammeln kann.
Ich würde den Ast gerne mit einer Lehmpackung oder Baumwachs bei der Heilung unterstützen. Habe jetzt mal die Wunde etwas aufgefrischt, aber nun Zweifel an meinem Vorhaben bekommen.
Was würdet ihr tun?
Chatgpt sagt mir was von wegen Loch bohren für Drainage und Wunde lieber offen lassen statt abdecken, damit sie trocknen kann. Bin mir nicht sicher, ob das die richtige Lösung ist.
Von: Desperate-Impress222
9 Comments
Trocken halten.
Eventuell mit Holzkohlepulver bestäuben und irgendwas als “Dach” drüber, damit es nicht draufregnet. Dann kann das von selbst heilen.
Nur bitte bloß nicht luft- und wasserdicht einpacken.
Außenränder mit einem scharfen Messer glätten und dann rauf mit dem Lehm!
Man könnte den ganzen Ast auch unterhalb der Wunde sauber abschneiden
Das ist sehr groß.. ich würde ihn tatsächlich abschneiden
Wasser verursacht keine Fäulnis bei Bäumen, das machen holzzersetzende Pilze und wo offenes Holz ist, da sind schon Pilzsporen drauf.
Der Baum macht das am besten selbst indem er die Wunde von innen abschottet und von außen überwallt.
Apfelbäume können einiges ab, da würde ich maximal etwas entlasten (schwierig, wenn man nicht den gesamten Ast sieht).
Wenn sich da Wasser schon drin sammeln konnte die letzten 4 Wochen… Schneid ihn lieber ab, dann wird schon was drin sein.
Es gibt schon 10 verschiedene Meinungen dazu… daher jetzt noch meine 🙂
Ich würde es einfach drauf ankommen lassen. Wir hatten letztes Jahr eine Quitte mit ähnlichen Wunden, habe die Wunden mit einer feinen Säge geglättet bzw so bearbeitet dass kein Wasser drin stehen kann. Ab dann weiter beobachten. Abschneiden geht immer noch.
Die Wunde ist schon ordentlich groß. Bäume können sich durch die Bildung von einem Kallus und Überwalmung in begrenztem Maße selbst heilen. Dafür müssen sie gesund und gestärkt sein und genug Wasser haben, um Harze und Hilfsmittel zu produzieren. Dann gibt es Hunderte verschiedener Hilfsmittel. Die einen schwören auf Propolis, die anderen auf Kalk oder Kieselgur. Andere auf Keramikmehl mit EM oder Lehm. Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit dem Baumwachs von Neudorff gemacht. Wir hatten Schafe die uns die frischen Obstbäume entrindet haben. Da hat das Wachs in Kombi mit propolis und Hanffilz als Umwicklung gut geholfen. Aber du erfolgsquote lag trotzdem nur bei 50%. Zur Not könnte eine „Amputation“ tatsächlich helfen. Diese muss aber auch nach konstruktivem Holzschutz erfolgen, sprich ein glatter und angewinkelter Schritt, der Staunässe verhindert. Und das am besten im Herbst wo Bäume Zucker und Wasser schieben um sich für den Winter zu wappnen. Jetzt ist gerade eher Fokus auf Blüte und Frucht.
pack eine bienenwachskerze in ein leeres gurkenglas und feuchte die mit irgendeinem (sinnigerweise keimtötenden) ätherischen öl an. mindestens einen tag stehenlassen, dann ist das wachs butterweich. dann einfach draufpinseln, das wachs zieht etwas ein, das öl verfliegt, die wachsschicht wird hart.