









Bitte kann mir jemand mit meiner geliebten Glückskastanie helfen! Sie stand stets wirklich stolz und prächtig, bis über zwei Meter hoch! Es begannen auch von überall kleinere Austriebe aus den Stämmen zu kommen. Ich hatte schon bedenken, dass so viel Wachstum den Baum hoffentlich nicht zu sehr überfordert, aber es war auch einfach zu schön zu sehen, wie alles am sprießen war. So habe ich ihn einfach wachsen lassen.
Vor einigen Monaten bemerkte ich, wie das höchste Ästchen anfing, optisch ein wenig zu trocknen und schrumpeln, bis es dann auch an Farbintensität verlor und Olivgrün wurde. Durch den Alltagsstress vergingen dann noch ein paar Wochen, wo ich das Problem auch noch nicht so intensiv wahrnahm, bis ich bemerkte dass sich das Problem der Rinde bis weiter unten am dickeren verflochtenen Stamm zog — als ob sich die Rinde von Stamm teilweise gelöst hat und so fasrig wurde, wie man es bei faulenden Pflanzen kennt.
Da leitete ich direkt Maßnahmen ein — ich trennte den kompletten Stamm bis tief runter in den verschlungenen Teil ab und entfernte ihn. Ich hatte mir die Wurzeln angeschaut und da hat optisch und haptisch alles gepasst hatte, ebenso der unterste und dickste Teil des Stammes, ließ ich den noch stehen. Ich besprühte die Wurzeln vorsichtshalber mit einer stark verdünnten Wasserstoffperoxid-Lösung, entfernte das alte Substrat komplett und versuchte auch so gut wie möglich die Wurzeln komplett davon zu befreien, bevor ich den Baum vorerst in leicht fasrige Anzuchterde umtopfte (mit einer Schicht Blähton — das war insgesamt alles, was ich in dem Moment zur Hand hatte, und besser als so stehen zu lassen, oder?
Natürlich hingen die Blätter dann erst einmal ein wenig schlapp. Ist ja normal, dass er sich dann erholt.
Jetzt habe ich nach weiteren zwei Wochen aber bemerkt, dass sich der Faulungsprozess immer noch weiter den Stamm herunter zieht (es betrifft nur die Rinde…). Also offensichtlich ist es vielleicht besser, den kompletten Teil des Baumes zu entfernen, richtig?
Ich habe durch Recherche herausgefunden, dass man den Baum ab und zu besprühen sollte, und dass diese Bäume sehr viel Wasser in der Rinde anstauen…deshalb hat also die Fäulnis auch von oben begonnen ein visuell bemerkbares Ausmaß anzunehmen? Während unten noch alles “okay” wirkte?
Ich denke ich habe ihn im Winter einfach übergossen. Ich gieße meist eh sporadisch, wenn die Erde oberflächlich angetrocknet ist, aber ich hätte es im Winter vielleicht doch besser noch runterschrauben sollen.
Ich bete jetzt, dass ich diesen Baum noch retten kann. Die erläuternden Symptome fangen an, sich an so ziemlich allen Stellen bemerkbar zu machen. Ich habe in der Zwischenzeit neues Substrat besorgt und würde ihn sowieso noch einmal besser umtopfen. Das bedeutet auch Stress für den Baum, aber wie gesagt, ich wollte vorher trotzdem nicht tatenlos daneben stehen.
Kann mir jemand mit praxisbezogener Erfahrung helfen? Ich bete so sehr. Danke für alle hilfreichen Antworten! Ich möchte meinen Baum nicht aufgeben.
P.S. Folgende Bilder befinden sich im Anhang: 1) der Baum in aktuellem Zustand, und mit 2) gelben (ja, sicherlich Zeichen der Überwässerung) und hängenden Blättern, 3) der Stamm (schaut auf den Bildern wirklich stark schrumpelig aus), 4) der abgetrennte Stumpf (mit Zimt überall, nicht wundern), 5) bis 9) die Kondition der Stämme weiter oben. Bei 9) meine ich, dass es auch hier am höchsten Teil des Baumes bei den abgefallenen frischen Blättern — irre ich mich, aber auch hier sieht es an diesen Stellen orange und somit verfault aus? …obwohl noch nicht fasrig. 😥 Bei 10) habe ich noch ein Foto aus dem letzten Winter gefunden, wo sich der prächtige Zustand erahnen lässt.
Von: Curious-Cat9866