Hey, hey,

Vielleicht könnt ihr mir Tipps zu meinem Blumenwiesen-Projekt geben. Ich will eine vom letzten Jahr auffrischen.

Ich springe hiermit gedanklich ein paar Monate voraus: Ich will,wie letztes Jahr, eine Blumenwiese anlegen. Das war mein erster Versuch und es ist ganz ok gelaufen. Ich hatte hierzu den Rasen mit einer Rasenschälmaschine entfernt, die Samen ausgesät und platt gedrückt… Die Rasenentfernung war relativ heikel, da es ein altes Grundstück ist und mit viel Bauschutt aufgefüllt wurde. In recht niedriger Tiefe kann man auf große Gesteinsbrocken stoßen. Ich hatte alle möglichen Sorten an Samen, hauptsächlich jedoch für Früh- und Spätsommer… Das coole war, dass es Blüten bis in den November rein gab.
Dieses Jahr will ich mein Projekt optimieren. Ich will Frühjahrs- und Herbstblumen (gibt es vielleicht sogar Winterblumen?) Zu den Sommerblumen ansäen.
Aber wie mache ich das? Sollte ich den Boden umgraben? Gerade mit einer Maschine ist das schwierig, wegen den erwähnten Steinen. Reicht es, alles ganz kurz abzumähen und die Samen darauf zu streuen? Kommen manche Blumen wieder?(Ich hatte unter anderem Kosmeen, Kornblumen, Malven, ein paar Sonnenblumen, Nelken, Mohn…)
Ich bin für jede Anregung dankbar

Viele verschneite Grüße!

Von: Any_Artichoke_9195

11 Comments

  1. MiniBeekeeper on

    Hey, viel beitragen kann ich leider nicht aber die Blumenwiese sieht super aus 🙂
    Ich nutze derzeit hauptsächlich Blumenzwiebeln weil sie oft mehrjährig sind.

    Verschneite Grüße zurück 🙂

  2. Abbelgrutze on

    Die von dir genannten Sorten sind hauptsächlich einjährig, die auf dem Bild zusehenden Arten deuten zudem darauf hin, dass deine Samenmischung viele nicht-heimische Arten enthält. Die kommen also im nächsten Jahr voraussichtlich nicht mehr so zahlreich nach.

    Vor allem, wenn du mit deiner Blumenwiese ernsthaft die Biodiversität unterstützen möchtest, empfehle ich dir, heimisches Saatgut für deine Region von etwa Rieger-Hoffmann oder Syringa zu nutzen. Dort sind auch meistens mehrjährige Arten in der Mischung enthalten.

    Du solltest den Boden bei einer Neusaat auf jeden Fall aufrauen und zusätzlich ggfs etwas Sand untermischen, wenn du abmagern möchtest (die meisten Blühpflanzen bevorzugen mageren Standorten). Umgraben musst du nichts, schätze ich.

    Es gibt aber auch standortgerechte Samenmischungen für nährstoffreichere Standorte, wo du definitiv nicht abmagern musst. Es kommt also etwas darauf an… am besten schaust du dir die wilden Pflanzen an die von alleine rechts und links von deiner angesäten Fläche wachsen und vergleichst sie bei Floraweb oder naturadb.de. So erfährst du mehr über den bereits vorhandenen Boden.

    Auf Naturadb.de kannst du filtern, welche Pflanzen früh und spät blühen. Dann kannst du auswählen, welche zu deiner Wiese passen. Du kannst auch manche Arten einfach bei einer Wildstaudengärtnerei kaufen und initial anpflanzen.

    Und zu guter Letzt würde ich mich noch in das Thema Staffelmahd einlesen, damit die Vielfalt erhalten bleibt und zusätzlich die Tiere über den Winter profitieren.

  3. Es gibt Regiosaatgut für “Erhaltung, Wiederherstellung und Neuanlage arten- und blütenreicher Flächen”. Für das Rheinland gibt es zwei unterschiedliche Mischungen, von heimischen Arten, für das Berg- und Tiefland . Die Kosten würden nach Beantragung sogar komplett vom Staat übernommen. Die Bedingungen haben mich aber nicht überzeugt.

    Guck mal wie das in deiner Region ist.

  4. UnluckyFly9881 on

    Bei uns bietet der örtlichen NABU immer eine Samenmischung an.

    Denke ich würde die Hälfte des beetea platt machen wie du es letztes Jahr gemacht hast und die andere Hälfte lassen wie sie ist und die samenmisvhubg auf beiden verteilen. Dann weisst du nächstes Jahr richtig Bescheid was besser ist.

  5. Confident-Jicama-572 on

    Ich hatte den gewöhnlichen Natternkopf in 2025 bei mir und war super begeistert! Ich finde ihn total schön und er hat bei mir bis in den November rein geblüht. Sonst empfehle ich immer NaturaDB für information und listen

  6. Wenn du willst, dass es im Frühling blüht solltest du am besten Zwiebeln und Rhizome stecken. Ideale Zeit dafür ist der Herbst. Das geht auch ganz einfach in bestehende Wiesen.

    Krokus und Schlüsselblume sind schon eine echte Augenweide im Frühjahr.

  7. TroubleWilling8455 on

    Ich hab seit Jahren nen Blühstreifen mit heimischen Wildblumen und ich kann dir sagen, dass es da keine „Abkürzung“ gibt. Das Anlegen und auch das „Auffrischen“ ist immer mit viel Arbeit verbunden.

    Was ich gerne noch anmerken würde ohne dir damit zu nahe treten zu wollen. Die Blühmischung auf dem Bild enthält viele nicht heimische Arten die leider kaum/gar keinen Nutzen für die Insektenwelt haben.

    Nektar/Pollen finden Schmetterlinge und Bienen meist überall, aber wichtiger wären einheimische Wildblumen für Schmetterlingsraupen, etc. Und da ist bei dir nicht wirklich was dabei (zumindest nicht, wenn du in D wohnst).

    Falls Interesse besteht kann ich dir gerne mal ne Liste machen was bei unserer drin ist. Fast ausschließlich heimische Wildblumen, die auch den Raupen etc. Nahrung bieten. Ohne Schmetterlingsraupen keine Schmetterlinge und ohne die entsprechenden Raupenfutterpflanzen keine Raupen. Oft ist es auch so, dass die Pflanzen die gut für Schmetterlingsraupen sind auch gut für bestimmte Wildbienenarten sind.

    Wir haben mittlerweile diverse Schmetterlingsarten am Blühstreifen die dort ihren Nachwuchs ablegen. Und letztes Jahr auch einige Wildbienenarten die auf der roten Liste stehen.

  8. Secret-Kitchen-3346 on

    Ich denke, dass du keine Chance haben wirst, diese Arten/Kultivare dauerhaft zu etablieren.

    Nicht alles, was gut aussieht, ist auch natürlich und wertvoll.

    Eine Samenspende von artenreichen Wiesen in der Nachbarschaft und 2x jährlich sensen wäre vielleicht erfolgversprechender. Oder lass einfach hochkommen und reiße Lupine, Brombeere, Goldrute usw. aus… Viele Samenvorräte überleben 50-100 Jahre, also noch vor der industriellen Landwirtschaft. Vor allem Natternkopf, Kornblume, Königskerze, Lichtnelke, Salbei, Kamille, Oregano und Mohn sind, finde ich, gute Indikatorpflanzen auf ähnlichen Wiesen (trocken, eher sandig, kalkig, extensiv) bei uns.

    Denk auch an seltene, unscheinbare Arten wie Orchideen, Rittersporn, Schachbrettblumen usw.

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