Als ich diesen Hibiskus vor mehr als zehn Jahren kaufte, war es eine kleine Standardpflanze, etwa hüfthoch. Irgendwann habe ich aus Versehen eine Bewässerung verpasst und die Pflanze hat alle Blätter abgeworfen. Die meisten Zweige starben vollständig ab.

    Aber ganz oben erschien ein gesunder neuer Trieb. Ich beschloss, den Baum gerade wachsen zu lassen, entfernte alle Seitentriebe und formte langsam einen richtigen Stamm. Sobald der Stamm stark war, ließ ich ihn eine Krone entwickeln. So ist dieser „Baum“ entstanden – völlig zufällig.

    Im Sommer lebt es immer im Freien.

    Wenn die ersten Frostnächte vorhergesagt sind, bringe ich es hinein. Der plötzliche Anstieg von Nachttemperaturen von 41–50°F und Tagestemperaturen von 50–59°F auf gemütliche 22°F drinnen bringt meinen Hibiskus immer aus der Fassung. Es lässt etwa 80 % seiner Blätter fallen – zuerst werden sie gelb, dann fallen sie ab.

    Ich habe gelernt, diesen Moment jedes Jahr zu nutzen, um ihn ein wenig zurückzuschneiden und in Form zu bringen. Das zweite Foto links stammt vom 9. November, das rechte von vor sechs Tagen. Innerhalb eines Monats war es wieder voller Blätter. In dieser Phase dünge ich leicht, dann geht es wieder los. Dieser Zyklus findet nun schon seit etwa zehn Jahren statt.

    Viel früher als ich erwartet hatte, blühte heute die erste Blume. Ich liebe es, wieder diese exotische hawaiianische Atmosphäre im Haus zu haben.

    Ich kann Hibiskus als äußerst robuste, wüchsige und schnitttolerante exotische Pflanze wärmstens empfehlen. Sonst hätte es bei mir nie überlebt.

    Von: happy-rosemary

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